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1740
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König Friedrich II., der Große, marschiert in Schlesien ein.
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Die Ansprüche, die Friedrich II. stellt, gehen auf den 1537 geschlossenen Erbvertrag zwischen Friedrich II. von Liegnitz und Kurfürst Joachim II. von Brandenburg zurück. In diesem Vertrag wurde festge- halten, daß beim Aussterben der jeweils anderen Dynastie, die Länder an die überlebende andere Vertragsseite fallen soll. Diesen Erbvertrag erklärte damals der habsburgische König für nichtig.
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1742
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Friede zu Breslau. Schlesien, aus dem Zusammenhang der habsburgischen Länder gelöst, verhilft als die bedeutendste Gewerbe- und Industrieprovinz des Ostens Preußen auch wirtschaftlich zur Großmachtstellung. Teilung in ein preußisches und ein österreichisches Schlesien.
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1744 - 1745
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Der zweite Schlesische Krieg. Schlacht bei Hohenfriedberg.
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1756-1763
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Im siebenjährigen Krieg (dritter Schlesische Krieg) wächst Preußen zu einer Großmacht heran.
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1760
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General von Tauentzien verteidigt Breslau gegen die österreicher.
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1763
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Im Frieden zu Hubertusburg bleibt „Schlesien von 1742” endgültig preußisch. Preußens Großmachtstellung ist gesichert.
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1788
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In Tarnowitz/OS wird die erste europäische Dampfmaschine in Betrieb genommen. Sogar Johann Wolfgang von Goethe kommt 1790 nach Tarnowitz, um dieses „Wunderwerk der Technik” zu besichtigen.
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10. März 1788
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Joseph (Karl Benedikt) Freiherr von Eichendorff, einer der berühmtesten deutschen Dichter, wird auf Schloß Lubowitz bei Ratibor/Oberschlesien geboren.
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1806/1807
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Schlesien als Mittelpunkt des Widerstandes gegen Napoleon. Verteidigung der Festungen Glatz, Neiße, Silberberg und Cosel.
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1813
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Schlesien ist Ausgangspunkt der Befreiungskriege. Breslau als Sammelpunkt der militärischen und geistigen Führer.
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Schlacht an der Katzbach: General von Blücher befreit Schlesien.
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19. Jahrhundert
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Breslau entwickelt sich Mitte des 19. Jahrhunderts neben Königsberg und der Rheinprovinz zu einem Mittelpunkt der politische Liberalisierung in Preußen. Der damalige Professor für deutsche Sprache und Literatur, Johann Heinrich von Fallersleben, ist einer der führenden Köpfe. Er wird 1842 wegen seiner politischen Betätigung aus den preußischen Diensten entlassen.
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28. Mai 1906
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In der Schichau-Werft Danzig läuft das Linienschiff „Schlesien” vom Stapel. Während der Weltkriege nimmt es an verschiedenen Einsätzen teil. Im April 1945 verläßt die „Schlesien” Gotenhafen mit rund 1000 Verwundeten an Bord in Richtung Swinemünde. Dort wird es von einem Minentreffer so stark beschädigt, daß es einen Tag später gesprengt wird. Die Reste werden zwischen 1949 und 1956 verschrottet.
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1919 und 1923
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Mit List und Gewalt versuchen polnisch gesinnte Oberschlesier und über die Grenze eingedrungenes polnisches Militär, Oberschlesien durch zwei Aufstände dem polnischen Staat einzugliedern. Die als interalliierte Kontrollmacht anwesenden Franzosen stehen offen auf polnischer Seite.
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07. Mai 1919
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Der französische Ministerpräsident Clémencau übergibt der deutschen Delegation in Versailles die Friedensbedingungen: „Polen erhält ganz Oberschlesien mit einigen Gebieten Mittel- schlesiens, die Provinz Posen und Teile von Westpreußen mit Danzig sowie von der Provinz Ostpreußen den Kreis Soldau”. Das Hultschiner Ländchen sollte der Tschechoslowakei zugesprochen werden.Die unerwartete starke Abwehr der alteingesessenen deutschen Bevölkerung gegen die Abtrennung veranlaßte die Siegermächte zur Durchführung einer Volksabstimmung in Oberschlesien.
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16./17. Aug. 1919
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Um die beabsichtigte Abstimmung durch vollendete Tatsachen unmöglich zu machen wurde in der Nacht der erste polnische Aufstand ausgerufen. Polnische bewaffneten Gruppen, unter Führung von Wojciech Korfanty, begannen die deutsche Bevölkerung durch Terror und leere Versprechungen für die polnische Sache zu gewinnen. Der Terror wurde bis zum 25. August 1919 vor allem durch den deutschen Grenzschutz und der Reichswehr niedergeschlagen.
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14. Oktober 1919
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Preußen beschließt Oberschlesien zu einer selbständigen Provinz zu machen, als Hauptstadt wird Oppeln gewählt.
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20. März 1921
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02. Mai 1921
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Entgegen dem Ergebnis der Volksabstimmung vom 20. März fordern polnische Aufständische in Oberschlesien die Angliederung Oberschlesiens an Polen.
Frankreich unterstützt die Aufständischen, England duldet die Bildung von deutschen Freiwilligentruppen.
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03. Mai 1921
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Polnischer Einfall in Oberschlesien. Die Polen wollen das Ergebnis der Volksabstimmung mit Waffengewalt zu ihren Gunsten verändern.
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21. Mai 1921
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Erstürmung des Annaberges durch deutsche Freiheitskämpfer. Der deutsche Selbstschutz besiegt die Polen am Annaberg und befreit Oberschlesien vom polnischen Terror.
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Oktober 1921
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Trotz der Abstimmung zum Verbleib bei Deutschland beschließt die Botschafter-Konferenz in Genf die Teilung Oberschlesiens.
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1922
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Inkrafttreten der Genfer-Beschlüsse. Oberschlesien wird, entgegen dem eindeutig bekundeten Willen der Bevölkerung, geteilt. Ostoberschlesien mit den Städten Kattowitz und Königshütte, die mit 82 bzw. 74 Prozent für Deutschland gestimmt haben, werden von Polen besetzt. Das Hultschiner Ländchen wird der neuen Tschecheslowakei zugeschlagen.
Trotz des Genfer Abkommens (Laufzeit 15 Jahre), welches den Schutz der deutschen Bevölkerung im abgetrennten Teil Oberschlesiens garantieren soll, setzt eine Verdrängung und indirekte Vertreibung der Deutschen sowie ständige Verletzungen des Abkommens durch Polen ein.
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24. Juli 1925
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Die polnische Regierung erklärt, zum 01.08.1925 die Personen aus Polen auszuweisen, die sich nach den Gebietsabtretungen 1921 für die Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit ausge- sprochen haben und die über keinen Grundbesitz verfügen.
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23. Nov. 1930
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Die polnische Regierung verhindert bei den Wahlen zum oberschlesischen Parlament die geheime Abstimmung. Einige deutsche Kandidaten wurden bereits vor der Wahl verhaftet. Polen befürchtet ein Votum der deutschen Wähler für die Angliederung ganz Oberschlesiens an das Deutsche Reich.
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01. April 1938
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Das Genfer Abkommen von 1922 wird aufgehoben; Nieder- und Oberschlesien werden wieder zu einer Provinz vereint.
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01. Oktober 1938
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Die Grenzmark Posen-Westpreußen wird aufgelöst. Schlesien erhält den Kreis Fraustadt sowie Teile des Kreises Bomst.
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15. April 1939
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Das Hultschiner Ländchen kommt, nach der zwischen Deutschland, Frankreich und England im Münchener Abkommen beschlossenen Auflösung der Tschecheslowakei, zu Schlesien.
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01. April 1941
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Nach dem Anschluß Ost-Oberschlesiens zum Reich wird Kattowitz Provinzhauptstadt der wiedergeschaffenen Provinz Oberschlesien.
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Februar 1945
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Die Festungen Glogau und Breslau werden von russischen Streitkräften eingeschlossen. Breslau kann dem Feind noch bis zum 06. Mai standhalten.
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